29.04.-17.05.2026 Fotoreise Vietnam Süden


17.05.2026 - Ankunft in Europa

 

Trotz Flugplanänderung und späterem Abflug in Saigon landet mein zwölfstündiger Flug sogar einige Minuten früher als ursprünglich geplant in Frankfurt. Der Flug verlief ausgesprochen ruhig.

 

Die Teilnehmer:innen sind gestern auf unterschiedlichen Routen entweder nach Hause zurückgereist oder zu einer Reiseverlängerung nach Kambodscha aufgebrochen.

 

Wir durften eine fantastische Reise mit wunderschönem – wenn auch sehr warmem – Wetter und unzähligen Fotomotiven erleben. Die Gruppe war großartig: immer interessiert, motiviert und mit viel Freude dabei. Es wurde viel gelacht, und wir haben die gemeinsame Zeit sehr genossen.


16.05.2026 - Letzter Tag in Vietnam

 

Der heutige letzte Tag der Fotoreise steht zur freien Verfügung. Ob letzte Einkäufe, ein weiterer Streifzug mit der Kamera oder ein früher Fotomorgen – die Möglichkeiten sind vielfältig. Unweit des Hotels bietet sich zudem die Gelegenheit, vorbeifahrende Mopeds und Fahrräder als dynamische «Mitzieher» zu fotografieren.

 

Die Teilnehmer:innen treten ihre Heim- oder Weiterreise zu unterschiedlichen Zeiten an. Einige verlängern ihren Aufenthalt in Südostasien, andere reisen zurück nach Europa. Ich selbst werde mit dem Rest der Gruppe gegen Mitternacht von Saigon nach Frankfurt fliegen.


15.05.2026 - Ho Chi Minh City (Saigon) City Tour

 

Nach dem heutigen Frühstück müssen wir uns leider von unserem grossartigen Guide Chuyen verabschieden. Er fliegt etwas früher zurück nach Hanoi, um den Geburtstag seiner Frau zu feiern. In den vergangenen zwei Wochen hat er uns mit seinem enormen Wissen, seinem logistischen Geschick, fantastischen Ideen und viel Humor begleitet. Ich bin sicher, dass wir ihn bald wiedersehen werden.

 

Um 09:00 Uhr machen wir uns gemeinsam mit Chuyens in Saigon stationierter Vertreterin, Frau Ha, auf zur City-Tour durch Saigon. Sie macht einen hervorragenden Job und zeigt uns einige neue Seiten dieser riesigen Stadt.

 

Unser erster Halt ist der Landmark 81 Tower, das höchste Gebäude Vietnams. Wir fahren hinauf in den 75. Stock, wo sich eine elegante Lounge befindet. Bei einem kühlen Drink geniessen wir die beeindruckende Aussicht über die Stadt.

 

Die Temperaturen steigen heute wieder auf 36 °C, was wir beim Spaziergang vom Tower bis zur berühmten Poststelle im französischen Kolonialstil deutlich spüren. Dort verweilen wir eine Weile, bevor wir weiter zur Alten Oper und zum Rathaus ziehen.

 

Neben den kolonialen Gebäuden und den modernen Hochhäusern möchte uns Ha aber auch eine ganz andere Seite der Stadt zeigen: Mitten in der pulsierenden Metropole führt sie uns durch eine sehr enge, alte Gasse, in der einige Menschen unter einfachsten Bedingungen praktisch im Freien leben. Was für ein eindrücklicher Kontrast zur vibrierenden Grossstadt.

 

Am anderen Ende der Gasse holt uns der Bus wieder ab und bringt uns zurück zum Hotel.

 

Unseren letzten Abend verbringen wir gemeinsam als Gruppe bei einem Abendessen auf der Rooftop-Terrasse unseres Hotels im 20. Stockwerk. Von hier aus bietet sich ein fantastischer Blick auf den Landmark Tower und den Fluss – eine perfekte Kulisse zum Fotografieren.

 

Ich nutze die Gelegenheit, um die besondere Stimmung von der goldenen Stunde bis hinein in die blaue Stunde mit meiner Kamera festzuhalten.


14.05.2026 - Floating Market in Can Tho - Rückfahrt nach Saigon

 

Heute heißt es nochmals früh aufstehen. Unser Ziel ist der berühmte Floating Market von Can Tho. Bereits um 05:00 Uhr verlassen wir das Hotel und fahren vom Hafen aus mit dem Boot rund 30 Minuten bis zum Markt. Ich bin gespannt, wie er sich dieses Jahr präsentiert, denn der schwimmende Markt ist in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden. Früher war dies der zentrale Handelsplatz, an dem sich die Bewohner beider Flussseiten zum Austausch ihrer Waren trafen. Mit dem Bau neuer Brücken und Straßen hat der Markt jedoch zunehmend an Bedeutung verloren.

 

Auch diesmal zeigt sich, dass nur noch ein Teil des ursprünglichen Marktes existiert und sich das Geschehen inzwischen auf eine Flussseite konzentriert. Früher oder später wird diese traditionelle Form des Handels wohl ganz verschwinden. Gegen 06:00 Uhr fahren wir zwischen den Marktbooten hindurch und beobachten das geschäftige Treiben. Allerdings sind wir nicht die einzigen Besucher – auch zahlreiche andere Touristen haben sich frühmorgens auf den Weg gemacht. Nach mehreren Runden durch den Markt steuern wir schließlich das Ufer an, wo unser Bus bereits auf uns wartet und uns zurück zum Hotel bringt.

 

Nach dem Frühstück verlassen wir das Mekong-Delta und machen uns auf die rund vierstündige Fahrt zurück nach Saigon. Bei den Zwischenstopps wird uns die enorme Hitze des Tages mit Temperaturen von etwa 37 °C immer wieder bewusst.

 

Am Rande von Saigon besuchen wir zum Abschluss die wunderschöne Thiên-Hậu-Pagode im ehemaligen chinesischen Viertel. Wir verweilen eine Weile in dieser ruhigen Oase mitten in der hektischen Großstadt und genießen die besondere Atmosphäre. Danach fahren wir zum Hotel, wo der restliche Nachmittag zur freien Verfügung steht.


13.05.2026 - Sa Dec - Can Tho

 

Nach nur einer Nacht in Sa Dec brechen wir heute um 08:00 Uhr weiter ins Herz des Mekong-Deltas auf. Unser Ziel ist die fünftgrößte Stadt Vietnams – Can Tho mit rund 1,2 Millionen Einwohnern. Bereits nach etwa einer Stunde Fahrt erreichen wir eine traditionelle Ziegelei, die wir schon im Jahr 2023 besucht hatten.

 

Wie erhofft sind mehrere Arbeiter vor Ort. Statt klassischer Ziegel und Backsteine werden aktuell vor allem Tontöpfe produziert und anschließend in den Öfen gebrannt. Wir können verschiedene Arbeitsschritte aus nächster Nähe fotografieren. Die Menschen begegnen uns ausgesprochen freundlich und erlauben uns, uns frei auf dem Gelände zu bewegen. Während draußen bereits Temperaturen von rund 35 °C herrschen, ist es im Inneren der Brennerei noch einige Grad heißer. Trotzdem vergeht die Stunde Fotoshooting wie im Flug.

 

Inzwischen hat Chuyen, unser lokaler Guide, nur wenige Kilometer entfernt eine weitere Ziegelei entdeckt. Auch dort dürfen wir uns frei bewegen. Hier herrscht Hochbetrieb und wir erleben die traditionelle Herstellung von Backsteinen und Ziegeln hautnah. Für Reportagefotografie ist dieser Ort ein wahres Paradies. Wieder bleiben wir etwa eine Stunde, bevor wir unsere Fahrt nach Can Tho fortsetzen.

Gegen 12:00 Uhr erreichen wir unser Hotel und können die Zimmer bereits beziehen. Da die Temperaturen inzwischen auf bis zu 36 °C angestiegen sind, nutzen wir die heiße Mittagszeit zur Erholung und Bildbearbeitung.

 

Mit der leichten Abkühlung am späten Nachmittag brechen wir um 16:00 Uhr erneut auf. Unser Bus bringt uns zunächst zu einer Khmer-Pagode, die unser erster Fotostopp ist. Von dort gehen wir zu Fuß weiter bis zum täglichen Markt, wo wir das bunte Treiben und den Alltag der Menschen fotografisch festhalten können. Anschließend holt uns der Bus wieder ab und bringt uns zurück ins Hotel. Nach einer kurzen Erfrischung treffen wir uns erneut zu einem gemeinsamen Abendessen direkt am Fluss.


12.05.2026 - Ho Chi Minh City (Saigon) - Mekong Delta

 

Nach dem kurzen Zwischenstopp in Saigon brechen wir heute ins Mekong-Delta auf. Diese Region ist bekannt für ihre fruchtbaren Böden, auf denen große Mengen Reis, Gemüse, Blumen und Pflanzen angebaut werden. Unser Ziel ist es, die Ernte der Seerosen zu erleben und fotografisch festzuhalten. Dafür sind wir mit einem lokalen Organisator verabredet, der genau weiß, auf welchen Feldern aktuell geerntet wird.

 

Da diese schwere Arbeit bereits in den frühen Morgenstunden bei noch angenehmeren Temperaturen stattfindet, müssen wir gegen 06:00 Uhr vor Ort sein. Deshalb verlassen wir das Hotel bereits um 03:30 Uhr mit dem Bus. Das Frühstück erhalten wir als Lunchbox für unterwegs.

 

Vor Ort warten bereits unser Organisator und ein Bootsmann auf uns. Wir verladen unsere Ausrüstung auf ein flaches Holzboot und fahren durch schmale Kanäle, die dicht mit Wasserhyazinthen bewachsen sind. Nach etwa 20 Minuten erreichen wir die angelegten Seerosenteiche. Dort dürfen wir die Frauen bei ihrer anstrengenden Arbeit fotografieren. Mit großer Geduld zeigen sie uns auch die Kunst, aus den Blumen dekorative Formen und Figuren auf der Wasseroberfläche zu gestalten. Solche Arrangements werden häufig bei Blumenfesten präsentiert. Besonders aus erhöhter Perspektive oder mit der Drohne lassen sich diese kunstvollen Muster eindrucksvoll festhalten.

 

Bei Temperaturen von noch unter 30 °C verbringen wir etwas mehr als eine Stunde an den Teichen, bevor wir mit dem Boot zum Ausgangspunkt zurückkehren, wo unser Bus bereits wartet. Auf der Weiterfahrt gönnen wir uns einen wohlverdienten Kaffee-Stopp. Gegen Mittag erreichen wir unser Hotel in Sa Dec. Inzwischen ist die Temperatur auf etwa 35 °C angestiegen.

 

Die heißeste Zeit des Tages verbringen wir im Hotel, bevor wir uns um 15:30 Uhr erneut auf den Weg machen. Unser erstes Ziel ist ein lokaler Gemüse- und Früchtemarkt. Was für ein hektisches Treiben – voller herrlicher Motive und ausgesprochen freundlicher Menschen. Über eine Stunde lang tauchen wir in dieses lebendige Alltagsgeschehen ein.

 

Anschließend fahren wir weiter in das nahegelegene Blumendorf. Der gesamte Ort besteht praktisch aus Gärtnereien, die immense Mengen an Pflanzen für den Weiterverkauf produzieren. Leider treffen wir kaum Arbeiter:innen an, die mitten in den farbenfrohen Blumen- und Pflanzenfeldern beschäftigt sind. Daher kehren wir etwas früher als geplant in unser Hotel zurück


11.05.2026 - Mui Ne - Ho Chi Minh City (Saigon)

 

Heute reisen wir von Mui Ne weiter in die wichtigste und mit rund 12 Millionen Einwohnern größte Stadt Vietnams. Um 08:30 Uhr verlassen wir unser schönes Hotel am Strand. Unser erstes Fotoziel ist der Hafen der etwa 20 Minuten entfernten Stadt Phan Thiet. Das Einbringen der Fische ist zu dieser Zeit bereits vorbei, doch die Fischer sind schon wieder mit den Vorbereitungen ihrer Boote für die nächste Ausfahrt beschäftigt. In und rund um den Hafen ergeben sich zahlreiche spannende Fotomotive.

 

Nach etwa einer Stunde fahren wir weiter Richtung Süden. Während der rund dreistündigen Fahrt legen wir unterwegs eine Kaffeepause ein. Gegen 14:00 Uhr erreichen wir Saigon und beziehen nach dem Mittagessen unser tolles Hotel im Zentrum der Stadt. Anschließend bleibt noch etwas Zeit, um sich auszuruhen, bevor wir uns am späten Nachmittag erneut auf den Weg machen.

 

Zum Sonnenuntergang wollen wir eigentlich auf die andere Flussseite fahren, um die markante Skyline der Stadt im warmen Abendlicht zu fotografieren. Doch die gesamte neue Promenade ist von Baustellen und Bauschiffen gesäumt, sodass wir leider keinen freien Blick auf die Skyline finden können. Schade!

 

Da wir jedoch noch genügend Zeit haben, fahren wir weiter flussaufwärts und stoppen schließlich gegenüber des höchsten Gebäudes Südostasiens – dem beeindruckenden Landmark 81 Tower. Auch wenn die erhoffte Abendröte ausbleibt, erleben wir einen wunderschönen Übergang vom Tageslicht über die Goldene Stunde bis hin zum Sonnenuntergang und der Blauen Stunde.

 

Gegen 18:50 Uhr kehren wir zu unserem wartenden Bus zurück und fahren zu einem tollen Restaurant, wo uns ein fantastisches Abendessen erwartet. Danach geht es zurück ins Hotel.


10.05.2026 - Mui Ne - Fairy Stream - Red Dunes

 

Nach den letzten sehr aktiven Tagen gönnen wir uns heute einen Erholungstag in der wunderschönen Hotelanlage direkt am Meer. Wir starten ruhig in den Tag und genießen um 08:00 Uhr gemeinsam das Frühstück. Erst um 12:30 Uhr treffen wir uns wieder zu unserer zweiten Bildbesprechung.

 

Um 15:00 Uhr brechen wir erneut auf und fahren gemeinsam zu zwei Fotolocations in der Nähe von Mui Ne. Unser erster Stopp ist der Fairy Stream – ein kleiner Flusslauf, der sich durch eine märchenhafte Landschaft schlängelt. Barfuß wandern wir mitten durch das seichte Wasser etwa 700 Meter tief ins Tal hinein.

 

Anschließend fahren wir einige Kilometer weiter zu den Red Sand Dunes. Gemeinsam mit zwei Trägerinnen steigen wir auf die Dünen hinauf und fotografieren sie im warmen Licht des späten Nachmittags. Der starke Wind mit Böen von über 50 km/h hat über Nacht sämtliche Fußspuren verweht und die Dünen wieder in eine unberührte Landschaft verwandelt. Mit verschiedenen Einstellungen und Perspektiven halten wir unterschiedlichste Situationen fotografisch fest.

 

Gegen Sonnenuntergang erscheinen immer mehr Touristen, die auf die höchste Düne wandern, um dort die am Horizont verschwindende Sonne zu erleben. Wir entscheiden uns vor dem Sonnenuntergang ins Hotel zu fahren, Im Nachhinein erweist sich unsere Entscheidung als richtig, denn der Sonnenuntergang fällt an diesem Abend nicht besonders spektakulär aus.

Alle heutigen Bilder sind mit iPhone 17 Pro Max entstanden.


09.05.2026 - Nha Trang - Mui Ne

 

Unser Morgen beginnt mit einem Besuch des Fischmarkts am Hafen von Nha Trang. Bereits kurz nach 06:00 Uhr treffen wir dort ein – und erleben sofort geschäftiges Treiben. Die Boote bringen fangfrischen Fisch an Land, der von den Händlern übernommen und an den zahlreichen Marktständen angeboten wird. Die lebendige, teilweise hektische Atmosphäre ist faszinierend und bietet unzählige spannende Fotomotive.

 

Auf engem Raum, zwischen emsig umherlaufenden Menschen und schweren Körben voller Fisch, wird das Fotografieren allerdings zur Herausforderung und verlangt höchste Konzentration. Der intensive Fischgeruch und die blutigen Pfützen geraten dabei fast in den Hintergrund – zu fesselnd ist das Geschehen rundherum. Gegen Ende unserer geplanten Fotosession setzt zum ersten Mal auf dieser Reise Regen ein, weshalb wir ins Hotel zurückkehren.

 

Um 10:00 Uhr verladen wir unser Gepäck im Bus und machen uns auf den Weg nach Mui Ne. Unser erster Fotostopp führt uns in einen kleinen Ort, der für seine traditionelle Keramikherstellung bekannt ist. Die Fahrt in den Ort erweist sich als überraschend beschwerlich und kompliziert, denn viele Strassen sind vollständig mit Reis bedeckt, der in der prallen Sonne zum Trocknen ausgelegt wird. Das letzte Stück bis zu unserem Ziel müssen wir sogar vorsichtig über den ausgebreiteten Reis fahren.

 

Wir besuchen einen grösseren Familienbetrieb. Obwohl die Arbeiterinnen und Arbeiter samstags normalerweise nicht arbeiten, nehmen sich einige Frauen Zeit, uns ihr Kunsthandwerk zu zeigen. Besonders beeindruckend ist die traditionelle Technik: Nicht das Gefäss dreht sich auf einer Töpferscheibe, sondern die Töpferin bewegt sich während der Bearbeitung um das Gefäss herum. Mit erstaunlicher Geschicklichkeit entstehen so in kurzer Zeit wunderschöne Keramikarbeiten.

 

Bereits vor einigen Jahren hatten wir während einer Fotoreise hier Halt gemacht und damals zufällig einen älteren Mann aus dem Dorf kennengelernt. Er ist Musiker und spielt in einer ethnischen Band. Auf der Fahrt in den Ort rufen wir ihn an, um herauszufinden, ob er zu Hause ist. Zu unserer Freude kommt er vorbei und stellt sich geduldig als Model für eindrucksvolle Portraitaufnahmen zur Verfügung.

 

In einer kleinen Bucht legen wir unseren Mittagsstopp ein und essen in einem typischen Restaurant direkt an einem wunderschönen Strand mit intensiv grün schimmerndem Wasser. Die friedliche Atmosphäre und die tropische Kulisse bilden einen angenehmen Kontrast zum geschäftigen Morgen.

 

Danach fahren wir etwa eine Stunde weiter bis in den kleinen Ort Phan Ri. Abseits der Hauptstrasse machen wir hier auf all unseren Südreisen Halt. Auf engstem Raum spielt sich das alltägliche Leben ab – und dennoch wissen wir nie genau, was uns erwartet. Heute herrscht besonders viel Betrieb, und wir können zahlreiche spannende Fotomotive entdecken.

 

In einer mechanischen Werkstatt werden Metallteile bearbeitet, auf der gegenüberliegenden Strassenseite schält und presst ein Junge Zuckerrohrstängel, unter einer Brücke trocknen aufgespannte Tintenfische in der Sonne, und in einer schattigen Ecke sitzen Männer konzentriert über einem Brettspiel. Die Menschen begegnen uns freundlich und scheinen sich an unserer Anwesenheit kaum zu stören. Etwas mehr als eine Stunde haben wir Zeit, diese faszinierende Welt mit unseren Kameras einzufangen.

 

Zum Abschluss gehen wir über die Brücke am Hafen und geniessen einen hervorragenden Blick auf die unzähligen grossen und kleinen Fischerboote, die dicht gedrängt im Wasser liegen.

 

Kurz vor Mui Ne erreichen wir die bekannten roten Dünen. In dieser Region fällt einer der geringsten Niederschlagsmengen Vietnams, wodurch eine beinahe wüstenartige Landschaft entstanden ist. Heute verzichten wir jedoch auf einen Stopp, da wir morgen hierher zurückkehren möchten.

 

Am Rand der Dünen liegen zwei kleine Seen, in denen häufig Lotusblumen wachsen. In einem der Seen entdecken wir zwar ein grösseres Lotusfeld, doch es befindet sich weit draussen in der Mitte des Wassers. Der andere See besitzt lediglich einen sehr kleinen Bereich mit Pflanzen. Deshalb entscheiden wir uns weiterzufahren und hoffen, in den kommenden Tagen ein besonders schönes Lotusblütenfeld zu finden.

 

Etwa vierzig Minuten vor Sonnenuntergang erreichen wir den Hafen von Mui Ne. Hier möchten wir den Sonnenuntergang über dem Meer mit den zahlreichen Fischerbooten fotografieren. Wir werden mit einem spektakulären Wolkenhimmel und einer intensiven Abendröte belohnt – ein perfekter Abschluss dieses erlebnisreichen Tages. Nach Sonnenuntergang fahren wir weiter zu unserem etwa fünfzehn Minuten südlich der Stadt gelegenen Hotel.


08.05.2026 - Nha Trang

 

Heute steht ein weiteres Highlight auf dem Programm. Wir wollen die traditionelle Salzgewinnung in Hon Khoi kennenlernen und fotografieren. Dafür müssen wir allerdings bereits um 04:00 Uhr mit dem Bus aufbrechen. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde. Am Eingang der riesigen Salzfelder warten bereits Mitarbeiter auf uns, die uns zu unserer Fotolocation mitten in den weitläufigen Salzbecken begleiten.

 

Die traditionelle Salzgewinnung in Hon Khoi ist ein arbeitssintensiver Prozess im Einklang mit den Elementen. Die Bauern arbeiten oft von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Meerwasser wird in flache, mit Lehm ausgekleidete Felder geleitet, wo die unerbittliche Sonne das Wasser verdunsten lässt und kristallisiertes Salz zurückbleibt. Dieses wird anschließend sorgfältig zusammengeharkt, gesammelt und zu glänzend weißen Haufen aufgeschichtet – bereit für den Verkauf. Die seit Generationen weitergegebene Methode erfordert ein tiefes Verständnis für Wetterbedingungen, Gezeitenzyklen und die Besonderheiten des Landes.

 

Mit viel Geduld zeigen uns die Mitarbeiter die schwere Arbeit und ermöglichen uns eindrucksvolle Aufnahmen. Besonders die Drohnenbilder vermitteln einen faszinierenden Überblick über die enorme Ausdehnung der Anlage. Als das Licht schließlich zu grell wird, fahren wir zum Frühstück zurück nach Nha Trang.

 

Um 10:30 Uhr brechen wir erneut auf und besuchen unweit unseres Hotels die Po Nagar Cham Towers, eine hinduistische Tempelanlage von großer nationaler Bedeutung für die Volksgruppe der Cham. Da dort gerade ein mehrtägiges Festival stattfindet, ist die Anlage von zahlreichen Besuchern belebt. Bühnen und Aufbauten verdecken teilweise die Sicht auf die wunderschönen Türme, sodass fotografisch nur wenig möglich ist. Dennoch ist es äußerst spannend, die Aufführungen und Opfergaben der Einheimischen zu beobachten.

 

Gegen 12:00 Uhr kehren wir für eine Mittagspause ins Hotel zurück. Die Zeit nutzen wir, um der extremen Hitze zu entkommen und etwas zu entspannen.

 

Um 15:00 Uhr fahren wir ans Flussufer zu einer kleinen Bootsreparaturwerkstatt. Mit einfachsten Mitteln werden hier Boote instand gesetzt. Wir dürfen uns frei bewegen und die Arbeiter bei ihrer Tätigkeit fotografieren. Anschließend fahren wir zurück in die Stadt und besuchen Long Thanh. In seiner Galerie sind viele seiner bekannten und beeindruckenden Werke ausgestellt.

Gegen 18:00 Uhr sind wir zurück im Hotel.


07.05.2026 - Hoi An und Weiterreise nach Nha Trang

 

Während einige Teilnehmer:innen den Morgen nutzen, um die schöne Hotelanlage nochmals in Ruhe zu geniessen, nehmen andere am optionalen Frühausflug in die Altstadt von Hoi An teil. Bereits um 05:30 Uhr fahren wir ins Zentrum und erleben das Erwachen der Stadt nahezu ohne Touristen – eine besondere Gelegenheit für stimmungsvolle Fotografien. Nach rund eineinhalb Stunden kehren wir zum Frühstück ins Hotel zurück.

 

Um 11:30 Uhr treffen wir uns in einem Meetingraum des Hotels zu unserer ersten Bildbesprechung. Am Nachmittag fahren wir um 15:00 Uhr zum Flughafen von Danang. Gegen 18:00 Uhr bringt uns ein etwa einstündiger Flug nach Cam Ranh. Dort erwartet uns bereits unser Bus, der uns weiter zu unserem Hotel in Nha Trang bringt.


06.05.2026 - Hoi An

 

Wir treffen uns bereits um 05:30 Uhr und fahren ins Zentrum von Hoi An. Unser Plan, die Altstadt noch vor den großen Touristenmassen zu erleben und zu fotografieren, geht perfekt auf. Kurz vor Sonnenaufgang taucht das warme, goldene Licht die Stadt in eine besondere Atmosphäre, und mit angenehmen 25 °C sind auch die Temperaturen noch sehr erträglich.

 

Die Straßenhändler beginnen bereits damit, ihre kleinen mobilen Stände aufzubauen, und einige Hochzeitspaare nutzen gemeinsam mit ihren Fotografen – genau wie wir – die fast menschenleeren Gassen für Fotoshootings. Alleine oder in kleinen Gruppen streifen wir durch die Altstadt und genießen die ruhige Stimmung des frühen Morgens.

 

Nach etwa eineinhalb Stunden treffen wir uns wieder an einem zuvor vereinbarten Platz. Dort holt uns der Bus um 07:30 Uhr ab und bringt uns zurück ins Hotel zum Frühstück. Unsere Strategie mit dem frühen Besuch hat hervorragend funktioniert. In all den Jahren, in denen ich hierherkomme, konnte ich zum ersten Mal die berühmte Japanische Brücke völlig ohne Touristen fotografieren.

 

Nach dem Frühstück können wir uns in unserem wunderschönen Hotel mit seinem traumhaften Strand von den intensiven und aktiven Fototagen etwas erholen. Bis 16:00 Uhr steht die Zeit zur freien Verfügung, bevor wir gemeinsam zu unserer Sonnenuntergangs-Location außerhalb von Hoi An aufbrechen.

 

Um 16:00 Uhr machen wir uns mit einem kleineren Bus auf den Weg zur Sonnenuntergangs-Location im Südwesten von Hoi An. Die engen Gassen und schmalen Straßen wären für unseren großen Bus unpassierbar gewesen. Zusätzlich sorgt eine Straßensperre wegen Bauarbeiten für weitere Schwierigkeiten. Erst der dritte Versuch über eine alternative Route führt schließlich zum Erfolg, sodass wir unser Ziel kurz nach 17:00 Uhr erreichen.

 

Eine filigrane Bambusbrücke führt über den Fluss zu einer kleinen Insel. Gegen Abend kehren die Arbeiter zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Moped über die Brücke zurück in den Ort. Zum Sonnenuntergang färben sich schließlich auch die Wolken in wunderschönen Tönen. Wieder einmal werden wir mit einem großartigen Motiv und einer fantastischen Stimmung belohnt.


05.05.2026 - Hoi An und Umgebung

 

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen traditioneller Aktivitäten und Handwerkskunst in Hoi An. Gemeinsam mit einem lokalen Fotografen arbeiten wir mit Einheimischen zusammen, die bereits verschiedene fotografische Szenen vorbereitet haben. So erleben wir authentische Traditionen hautnah und haben gleichzeitig die Möglichkeit, außergewöhnliche Bilder zu gestalten.

 

Da das Programm heute sehr vielfältig und zeitintensiv ist, machen wir uns bereits um 06:00 Uhr auf den Weg in die Altstadt von Hoi An. Zu dieser frühen Stunde ist dieser wunderschöne Teil der Stadt noch frei von den täglichen Besucherströmen. Wir treffen unseren Fotografen, der uns zu besonders stimmungsvollen Locations führt. Eine ältere Dame dient uns als Model für Alltagsszenen und eindrucksvolle Porträts. Trotz ihres hohen Alters zeigt sie große Geduld und trägt den schweren Blumen- und Früchtekorb scheinbar mühelos.

 

Die Zeit vergeht wie im Flug, und gegen 07:30 Uhr fahren wir zurück ins Hotel, wo uns ein opulentes Frühstücksbuffet erwartet. Bereits um 10:00 Uhr geht es weiter: Wir besuchen einen Handwerksbetrieb in einem anderen Teil von Hoi An, der sich auf die Herstellung der berühmten farbigen Laternen spezialisiert hat. Hier können wir die einzelnen Arbeitsschritte beobachten und fotografisch festhalten. Wer möchte, kann in einem Workshop sogar seine eigene Laterne unter Anleitung der Handwerker gestalten.

 

Nach etwa 45 Minuten kehren wir für eine Mittagspause ins Hotel zurück. Ursprünglich war geplant, die Zeit in der Altstadt zu verbringen, doch Temperaturen von über 30 °C, das harte Mittagslicht und die vielen Touristen führen zu einer spontanen Planänderung: Die Streetfotografie verschieben wir auf den nächsten Morgen.

 

Um 14:00 Uhr holen uns unser Guide und der Busfahrer erneut ab, und wir fahren zurück ins Stadtzentrum. Dort besuchen wir einen Künstler, der kunstvolle Masken herstellt und bemalt – Masken, die bei traditionellen Theateraufführungen zum Einsatz kommen. Neben einer Demonstration seiner Arbeit begeistert er uns auch mit eindrucksvollen schauspielerischen Einlagen in voller Verkleidung.

 

Anschließend fahren wir etwa 30 Minuten zu einem Fluss südlich der Stadt. Hier fotografieren wir das Reparieren von Fischernetzen. Die Szenen sind zwar arrangiert, vermitteln aber dennoch einen authentischen Einblick in das anspruchsvolle Handwerk, das in der Region bis heute praktiziert wird.

 

Rechtzeitig brechen wir auf, um gegen 17:00 Uhr wieder im Zentrum der Altstadt zu sein. Unser Ziel ist es, die tägliche Zeremonie des Einschaltens der Laternen während der blauen Stunde zu erleben. Dieses Spektakel zieht allerdings auch Tausende Besucher an, die sich durch die engen Gassen drängen. Wir steuern gezielt einen Fotospot am gegenüberliegenden Flussufer an. Von hier aus haben wir einen fantastischen Blick auf die historische Häuserzeile sowie auf die zahlreichen Boote, die mit bunten Laternen geschmückt über den Fluss gleiten.

 

Gegen 18:30 Uhr packen wir unsere Fotoausrüstung zusammen und machen uns zu Fuß auf den Weg zum gemeinsamen Abendessen.


04.05.2026 - Hue - Wolkenpass - Hoi An

 

Heute setzen wir unsere Reise fort. Bereits um 08:00 Uhr brechen wir mit unserem neuen, komfortablen Bus in Richtung Süden auf. Unser Ziel ist Hoi An – für viele die schönste historische Stadt Vietnams.

 

Nach etwa 30 Minuten erreichen wir unseren ersten Fotostopp: das Grab des Kaisers Khai Dinh. Trotz der frühen Stunde sind bereits einige Besucher vor Ort.

 

Das Kaisergrab von Khai Dinh bei Hue gehört zu den außergewöhnlichsten Grabanlagen der Nguyen-Dynastie. Es wurde zwischen 1920 und 1931 erbaut und verbindet traditionelle vietnamesische Elemente mit europäischen Einflüssen.

 

Auffällig ist der monumentale Aufstieg über zahlreiche steile Steintreppen, flankiert von steinernen Mandarinen- und Soldatenfiguren. Im Inneren überrascht das Grab mit aufwendig verzierten Räumen: farbenreiche Mosaike aus Porzellan und Glas, kunstvolle Drachenmotive und eine prunkvolle Decke machen es zu einem der kunstvollsten Kaisergräber Vietnams.

 

Im Vergleich zu anderen Grabanlagen wirkt das Grab kompakter, dafür aber besonders detailreich und opulent gestaltet.

 

Vor der monumentalen Treppe nutzen wir die vorbeifahrenden Motorroller für kreative Mitziehaufnahmen.

 

Anschließend geht es weiter zu einem kleinen Dorf, wo wir die malerische Thanh Toan Bridge fotografieren. Die Thanh-Toan-Brücke ist eine historische, überdachte Holzbrücke in einem kleinen Dorf nahe Hue. Sie wurde im 18. Jahrhundert von einer lokalen Wohltäterin erbaut und diente den Dorfbewohnern als Übergang und Treffpunkt.

 

Mit ihrer geschwungenen Dachform und der traditionellen Bauweise erinnert sie an japanische Brückenarchitektur. Besonders reizvoll ist die ruhige, ländliche Umgebung mit Reisfeldern und kleinen Kanälen – ein authentischer Ort für stimmungsvolle Fotomotive und Einblicke in das Dorfleben.

 

Danach schlendern wir durch die ruhigen Gassen und beobachten die Bewohner bei ihrer täglichen Arbeit – authentische Szenen, die zum Verweilen einladen.

 

Gegen 11:00 Uhr setzen wir unsere Fahrt in Richtung Wolken-Pass fort. Kurz vor dem Anstieg legen wir einen Mittagsstopp an einer Lagune ein, in der Austern gezüchtet werden. Die Fischer leben in einfachen Hütten auf Stelzen im Wasser – ideale Motive für stimmungsvolle Langzeitbelichtungen.

 

Während unseres Aufenthalts ziehen dunkle Wolken auf, und es scheint, als würde es jeden Moment zu regnen beginnen. Oben auf dem Pass angekommen, hüllt dichter Nebel die Landschaft ein. Da die Sichtverhältnisse keine Fotografie zulassen, fahren wir ohne Halt weiter. Der Pass wirkt als Wetterscheide: Schon auf der anderen Seite klart es deutlich auf.

 

Über die geschäftige Stadt Da Nang erreichen wir gegen 16:00 Uhr schließlich Hoi An. Unser wunderschönes Resort liegt direkt am Strand – ein perfekter Ort, an dem wir die kommenden drei Nächte verbringen und Hoi An entdecken werden.


03.05.2026 - Hue und Umgebung

 

Heute steht ein ereignisreicher Tag bevor. Bereits um 04:00 Uhr treffen wir uns in der Hotellobby. Mit dem Bus fahren wir etwa 40 Minuten zur Tam-Giang-Lagune im Nordosten von Hue. Mit einer Länge von rund 70 Kilometern ist sie die größte Lagune Südostasiens.

 

Schon 45 Minuten vor Sonnenaufgang beginnen die Fischer mit den Vorbereitungen ihrer Boote und Netze. Im stimmungsvollen Licht der aufgehenden Sonne bietet sich uns ein beeindruckendes Schauspiel, das wir vom Ufer aus fotografisch festhalten können.

 

Gegen 06:00 Uhr packen wir unsere Ausrüstung zusammen und kehren zum Frühstück ins Hotel zurück. Um 09:00 Uhr folgt eine Einführungspräsentation: Ich gebe einen Überblick über den Ablauf unserer zweiwöchigen Fotoreise und zeige ausgewählte Bilder vergangener Reisen in den Süden des Landes.

 

Um 10:30 Uhr brechen wir erneut mit unserer Fotoausrüstung auf. Unser erstes Ziel ist die wunderschöne Thien-Mu-Pagode am Parfumfluss.Die Thien Mu Pagode ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Hue und liegt malerisch am Ufer des Parfümflusses. Sie wurde im Jahr 1601 erbaut und gilt als älteste Pagode der Region. Besonders auffällig ist der siebenstöckige Phuoc-Duyen-Turm, der als Symbol der Stadt gilt. Die Anlage ist ein bedeutendes buddhistisches Zentrum und beeindruckt durch ihre ruhige, spirituelle Atmosphäre sowie ihre schöne Lage inmitten von Gärten und alten Bäumen.

 

Aufgrund der vielen Besucher verweilen wir hier nur kurz und fahren anschließend weiter zur Zitadelle von Hue. Zu Fuß erkunden wir einen kleinen, aber besonders reizvollen Teil der imposanten Anlage ehemaliger vietnamesischer Kaiser. Die Zitadelle von Hue ist eine weitläufige historische Festungs- und Palastanlage im Herzen von Hue und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts unter der Nguyen-Dynastie erbaut und diente als Sitz der vietnamesischen Kaiser. Umgeben von mächtigen Mauern und Wassergräben beherbergt sie die Verbotene Purpurstadt, Tempel, Paläste und Höfe. Die Anlage beeindruckt durch ihre Architektur, die von chinesischen Einflüssen geprägt ist, sowie durch ihre große historische Bedeutung für Vietnam. Zahlreiche Paare in traditionellen Trachten sind unterwegs und lassen sich gerne von uns fotografieren.

 

Mittlerweile ist die Temperatur auf 34 °C gestiegen. Am Ende unseres Rundgangs erwartet uns der Busfahrer, und wir können uns mit kühlen Getränken aus dem Bordkühlschrank erfrischen. Anschließend fahren wir zu einem abgelegenen Flussarm, wo wir Fischer beim Auswerfen ihrer Netze beobachten und fotografieren dürfen. Geduldig wiederholen sie diese körperlich anstrengende Arbeit, damit wir eindrucksvolle Aufnahmen machen können.

 

Danach geht es weiter zu einem anderen Flusslauf. In Vietnam werden bei vielen Festlichkeiten traditionell Papierlaternen auf dem Wasser ausgesetzt. Zwei Fischer und vier junge Frauen führen uns diese besondere Tradition im warmen Abendlicht vor. Von einer Brücke aus haben wir einen fantastischen Blick auf die Szene und können sie eindrucksvoll festhalten.

 

Kurz nach Sonnenuntergang wird es zu dunkel für weitere Aufnahmen, und wir fahren zurück ins Hotel. Damit endet ein intensiver, spannender und zugleich anstrengender Tag voller unvergesslicher Fotomotive.


02.05.2026 - Ankunft der Reiseteilnehmer:innen

 

Heute ist für mich noch ein Erholungstag vor der Fotoreise nach Hue. Die meisten Teilnehmer:innen treffen im Laufe des Tages in Hue ein. Unser Guide empfängt alle Gäste am Flughafen, während ich sie bei ihrer Ankunft in unserem schönen Hotel willkommen heiße.

 

Am Abend genießen wir ein erstes gemeinsames Essen im Innenhof unseres traditionellen Hotels, das im Jahr 1901 erbaut wurde.


01.05.2026 - Das Reispapier Dorf

 

Heute Morgen breche ich mit Chuyen zu einem weiteren Scouting und Fotoshooting auf – etwa eine Stunde außerhalb des Zentrums von Hanoi. Bereits um 07:00 Uhr werde ich im Hotel abgeholt, und gemeinsam mit unserem Fahrer machen wir uns auf den Weg zu einem kleinen Dorf, das für seine traditionelle Reispapierherstellung bekannt ist.

 

Vom Parkplatz außerhalb des Dorfes, das auf einer Insel liegt, gehen wir hinunter zu einer kleinen Fähre, die uns hinüberbringt. Mit den Kameras in der Hand streifen wir durch die teils engen Gassen und beobachten die Bewohner bei ihrer Arbeit. Am Morgen werden die mit Reispapier bespannten Bambusgestelle entlang der Straßen zum Trocknen aufgestellt – ein faszinierendes Bild. Später am Tag werden sie wieder eingesammelt.

 

Gegen 10:30 Uhr treten wir die Rückfahrt ins Hotel an. Aufgrund eines Feiertags ist der Verkehr überraschend entspannt, sodass ich noch etwas Zeit zur Erholung habe, bevor ich am späten Nachmittag, um 17:15 Uhr, gemeinsam mit unserem Reiseleiter Chuyen zum Flughafen fahre, um am Abend weiter nach Hue zu fliegen.


30.04.2026 -Ankunft in Hanoi

 

Nach einem überraschend kurzen Flug von nur zehn Stunden landen wir um 05:40 Uhr auf dem internationalen Flughafen von Noi Bai International Airport in Hanoi. Chuyen empfängt mich sowie zwei weitere, ebenfalls früh angereiste Reiseteilnehmer:innen und bringt uns zu unseren Hotels. Nach einem kurzen Frühstück gönne ich mir noch ein paar Stunden Schlaf.

 

Bereits während der Vorreise habe ich gemeinsam mit Chuyen erste fotografische Scoutings geplant. Um 14:00 Uhr holt er mich zusammen mit dem Fahrer im Hotel ab, und wir fahren etwa 40 Minuten ins Umland von Hanoi zu einer Familie, die auf traditionelle Weise Sojasauce herstellt. Mit Kamera und Drohne dürfen wir die Menschen bei ihrer Arbeit begleiten und fotografieren – ein beeindruckendes und authentisches Erlebnis.

 

Gegen 16:30 Uhr kehren wir zurück ins Hotel, wo noch etwas Zeit zur Erholung bleibt, bevor dieser erlebnisreiche Tag mit einem wunderbaren privaten Abendessen bei Chuyen zuhause seinen perfekten Abschluss findet.


29.04.2026 -Von Frankfurt nach Hanoi

 

Nachdem ich bereits am Vortag von Zürich mit dem Zug nach Frankfurt gereist war, nutzte ich die Gelegenheit, Freunde in Wiesbaden zu besuchen und anschließend direkt am Flughafen zu übernachten.

Heute Morgen war ich gegen 10:00 Uhr im Terminal 2 des Frankfurter Flughafens und checkte für meinen Flug nach Hanoi um 13:55 Uhr ein. Pünktlich hob die Maschine ab – und damit begann meine neunte Fotoreise nach Vietnam.