28.03.2026 Tropfenfotografie - Einzelcoaching


28.03.2026 - Fortgeschrittende Tropfenfotografie

 

Nach meinem Schnupperkurs in der Tropfenfotografie vor zwei Monaten ließ mich dieses faszinierende Thema nicht mehr los. Nachdem ein geplanter Advanced-Workshop aufgrund zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt wurde, entschied ich mich, bei einer Expertin auf diesem Gebiet ein individuelles Einzelcoaching zu buchen.

 

Zu Beginn widmen wir uns den theoretischen Grundlagen: der Zubereitung der Flüssigkeiten, dem Aufbau des Arbeitstisches sowie den Gestellen, an denen Flüssigkeitsbehälter und magnetische Ventile montiert werden. Auch die Auswahl geeigneter Blitze sowie die Highspeed-Controller-Anlage – in diesem Fall der StopShot Controller von Cognisys, Inc. – gehören zu den technischen Aspekten, die wir in aller Ruhe besprechen.

 

Wie bereits im Schnupperkurs verwenden wir ein RCA-auf-2,5-mm-Klinkenkabel, um den Controller mit der Kamera zu verbinden. Bei meiner Fujifilm GFX muss die Verbindung zusätzlich über einen 2,5-mm-auf-3,5-mm-Klinkenadapter hergestellt werden. In diesem Setup löst die Kamera jedoch leider nicht aus. Zum Glück habe ich meine Fujifilm X-H2 mit Makroobjektiv dabei, bei der das Cognisys, Inc.-Kabel ohne Adapter direkt verwendet werden kann. Dieses Setup funktioniert einwandfrei, sodass ich mich letztlich dafür entscheide.

 

Nach dieser theoretischen Vorbereitung geht es in die Praxis: Gemeinsam bauen wir das erste Tropfen-Setup auf und setzen verschiedene Shootings um.

 

Dabei arbeiten wir mit folgenden Setups:

  1. Wir arbeiten zunächst mit einem runden Wasserbecken, gefüllt mit normalem Leitungswasser. Zwei oder vier Blitze werden mit Farbfiltern ausgestattet und beleuchten die Tropfen durch eine weiße, halbtransparente Folie, die als Softbox dient. Die beiden Farbbehälter sind mit zuvor angerührten Farben in Blau und Rot gefüllt. Wir experimentieren sowohl mit einzelnen als auch mit kombinierten Farben.
  2. Anschließend wird auf dem Wasserbecken eine große Seifenblase erzeugt, durch die wir die Tropfen fallen lassen. Viele Aufnahmen gelingen eindrucksvoll, bei anderen platzt die Seifenblase im Moment des Aufpralls.
  3. Im nächsten Setup verwenden wir ein rechteckiges, längliches Wasserbecken. Die weiße Rückwand wird durch einen mit zerknitterter Alufolie bespannten Karton ersetzt. Zwei Blitze mit Farbfiltern werden frontal auf die Tropfen sowie die Alufolienfläche gerichtet. Durch Variieren des Abstands zur Alufolie lässt sich das Bokeh im Hintergrund gezielt beeinflussen.
  4. Für das folgende Setup werden Seiten- und Rückwände mit schwarzen Tüchern abgedunkelt. Das Becken wird mit frischem, klarem Wasser gefüllt. Nach der Reinigung befüllen wir die Behälter mit verdünnter, weißer UV-Farbe. Zudem werden die Blitze mit neuen Farbfiltern ausgestattet.
  5. Abschließend füllen wir das Becken mit schwarzem Wasser. Die Blitze werden nun mit UV-Filtern versehen, während in den Flüssigkeitsbehältern intensiv leuchtende UV-Farben in Rot und Blau zum Einsatz kommen. Durch die vollständige Abdunkelung des Aufnahmebereichs und des Wassers müssen ISO und Blende deutlich angepasst werden. Das Ergebnis sind leuchtende Tropfen in einer nahezu vollständig dunklen Umgebung.

Da die Resultate nicht vorhersehbar sind, bin ich nach jeder Auslösung besonders gespannt auf das Ergebnis. Es macht großen Spaß, und die Zeit vergeht wie im Flug. Gegen 17:00 Uhr beenden wir schließlich dieses tolle Fotoshooting.

 

Ich bin noch weit davon entfernt, ein Experte in der Tropfenfotografie zu sein. Dennoch fühle ich mich deutlich sicherer und kann nun besser einschätzen, ob dieses Thema für mich zu einem ernsthaften Aufgabengebiet werden kann.

 

Hier ist der Link zu dem neuen "High Speed" Portfolio.