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05.12.2025 - Ankunft in Europa
Heute Morgen landet unser Flug bereits vor der geplanten Ankunftszeit in Madrid. Nach einem letzten gemeinsamen Aufenthalt in der Lounge trennen sich unsere Wege: Die Teilnehmer:innen fliegen weiter nach München, Frankfurt und Zürich. Damit geht eine Reise voller eindrucksvoller Erlebnisse und bereichernder Begegnungen zu Ende.
Wie erwartet mussten wir uns mit einigen Schwierigkeiten aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der vielerorts maroden Infrastruktur arrangieren. Doch die Auswirkungen auf unser Programm fielen deutlich geringer aus, als ich im Vorfeld befürchtet hatte.
Bereits jetzt freue ich mich auf die nächste Reise in dieses besondere Land – und auf die Menschen, die es so einzigartig machen.
04.12.2025 - Havanna - Box Club - Jugend - Reportage
Wir haben das Glück, vom Trainer der Jugendboxer spontan zum Fotografieren eingeladen zu werden, und verbringen etwa eine Stunde in der Sportstätte. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung durch den Coach beginnen sofort die Sparringkämpfe. Die Mädchen und Jungen sind mit beeindruckendem Ehrgeiz und großem Kampfgeist bei der Sache und werden vom Rest der Gruppe lautstark angefeuert.
In den Pausen posieren die Kinder fröhlich und stolz für unsere Kameras. Für viele kubanische Jugendliche bedeutet das Boxen nicht nur Sport, sondern auch die Hoffnung auf ein besseres Leben. Immerhin haben kubanische Boxer dem Land mit herausragenden Leistungen weltweit Anerkennung verschafft.
Zum Abschied bedanken wir uns mit einer kleinen Spende für den Club und verlassen mit vielen, vielen Bildern im Gepäck die Sporthalle.
04.12.2025 - Havanna - Letzer Tag
Da unser heutiger Rückflug erst um 22:00 Uhr ab Havanna startet, steht uns noch ein ganzer Tag in der Stadt zur Verfügung. So bleibt genügend Zeit für weitere Fotoausflüge, Souvenir-Einkäufe, Entspannung im Hotel oder eine Kombination aus allem. Eigentlich plane ich auszuschlafen, werde jedoch bereits um 05:30 Uhr von einem nicht ausgestellten Wecker geweckt. Spontan entscheide ich mich deshalb für einen frühmorgendlichen Fotowalk und breche um 05:45 Uhr in Richtung Capitolio auf.
Zu Beginn liegt die Stadt noch im Stromausfall und in völliger Dunkelheit. Doch schon nach kurzer Zeit geht die Straßenbeleuchtung wieder an – und ich fühle mich gleich entspannter, so früh unterwegs zu sein. Den Sonnenaufgang erlebe ich direkt am Capitol, das im warmen Goldlicht erstrahlt. Nach einem kurzen Abstecher zum Taxi-Colectivo-Stand, an dem sich zu dieser Stunde kaum Oldtimer blicken lassen, schlendere ich durch verschiedene Gassen zurück ins Hotel. Nach rund zweieinhalb Stunden bin ich pünktlich zum Frühstück wieder da.
Nach einer Erholungspause und dem Packen meines Koffers starte ich um 12:00 Uhr gemeinsam mit einer Teilnehmerin zu einem weiteren kleinen Rundgang. Wir beginnen mit dem Besuch einer Druckerei, wo alte Druckmaschinen Kuntswerke erstellen. Abseits des Zentrums sind die Straßen von Abfallhaufen gesäumt, und wir begegnen auch einigen bettelnden Menschen. Die aktuelle wirtschaftliche Lage trifft die Bevölkerung sehr hart. Wenigstens können wir einigen mit kleinen Geschenken und etwas Geld für einen kurzen Moment eine Freude machen.
In der großen Sporthalle findet bis etwa 16:00 Uhr kein Training statt – für unseren geplanten Aufbruch zum Flughafen um 18:30 Uhr wäre das zu spät. Doch gleich nebenan lädt uns ein Boxtrainer zum Jugendtraining ein. Wir dürfen dort so lange fotografieren, wie wir möchten (siehe separater Blog-Eintrag). Etwa eine Stunde bleiben wir, bevor wir ins Hotel zurückkehren.
Um 18:30 Uhr werden wir von unserem Guide Manuel und dem Bus abgeholt und zum Flughafen gebracht. Ziemlich pünktlich um 22:00 Uhr hebt unser Flug nach Madrid ab.
03.12.2025 - Vinales - Pinar del Rio - Havanna
Der erste Blick aus dem Fenster zeigt heute Morgen eine in wunderschönem Bodennebel eingehüllte Landschaft. Wie oft habe ich auf solche Bedingungen gewartet! Noch vor dem Frühstück halten wir die seltene Stimmung fotografisch fest. Da wir uns heute früh auf die letzte Etappe unserer Reise begeben wollen, frühstücken wir zeitig und stehen mit unserem Gepäck um 08:15 Uhr zur Abfahrt bereit.
Wir fahren direkt nach Pinar del Río, wo sich die bekannte Tabakfabrik befindet. Bereits um 09:00 Uhr dürfen wir die Fabrik betreten. Es ist immer wieder beeindruckend, den Arbeiter:innen bei ihrer Handfertigkeit zuzusehen, wenn sie die Zigarren drehen. Wir sind und bleiben die einzigen Besucher. Zugleich frustriert mich, dass diese einmalige Atmosphäre nicht fotografiert werden darf. Seit meinem ersten Besuch 2008 herrscht hier grundsätzliches Fotografierverbot.
Nach etwa einer Stunde finden wir unseren Bus und fahren weiter zur Tabakfarm Montesino. Auch hier sind wir lange Zeit die einzigen Gäste und können uns frei bewegen. Die Arbeiter bestellen gerade die Felder mit einem Ochsengespann. Im Trockenhaus hängen jedoch momentan keine Blätter zum Trocknen. Der Besitzer der Farm demonstriert uns höchstpersönlich das Drehen einer Zigarre.
Gegen 11:30 Uhr verlassen wir den Ort und erreichen nach etwa 20 Minuten unser Paladar zum Mittagsstopp, direkt an der Autobahn. Danach fahren wir ohne weitere Zwischenhalte bis nach Havanna, wo wir gegen 16:00 Uhr im Hotel einchecken können.
In kleinen Gruppen brechen einige von uns anschließend wieder zu einem Fotowalk durch die Altstadt auf. Unser letztes gemeinsames Abendessen genießen wir in einem schönen Restaurant an der Plaza Vieja.
02.12.2025 - Vinales - Entspannungstag
Die Prognose für den Sonnenaufgang ist vielversprechend, und so stehen einige von uns bereits um 06:30 Uhr wieder auf der Viewpoint-Terrasse des Hotels. Doch das gesamte Tal liegt in dichtem Nebel. Er lichtet sich nur langsam und lässt die Sonne nicht richtig durchbrechen.
Nach dem Frühstück steht die Zeit zur freien Verfügung. Einige Teilnehmer:innen fahren noch einmal nach Viñales, um zu fotografieren, während andere die Ruhe des Hotels zur Entspannung nutzen.
Um 16:00 Uhr kommen wir zur gemeinsamen Bildbesprechung wieder zusammen. Bei einem Piña Colada als Sundowner genießen wir anschließend den letzten Sonnenuntergang im Viñales-Tal.
01.12.2025 - Vinales
In der Nacht regnet es leicht, und am frühen Morgen ist der Boden noch nass, als einige von uns um 06:30 Uhr die Stative auf der Hotelterrasse für den Sonnenaufgang aufstellen. Der Himmel bleibt bedeckt, der Sonnenaufgang zeigt sich wenig spektakulär. Beim Frühstück lernen wir unseren neuen „Ersatz“-Guide kennen, der gegen 01:00 Uhr im Hotel angekommen ist.
Um 09:30 Uhr brechen wir zum Mural de la Prehistoria auf. Auf dem Weg dorthin halten wir bei einer Tabakbauerfamilie, die ich seit Jahren kenne. Wie immer wollen wir fragen, ob wir auf der Rückfahrt auf dem Hof fotografieren dürfen. Doch wir erfahren, dass die Familie umgezogen ist und nun näher an Viñales wohnt. Also setzen wir unsere Fahrt fort.
Am Mural bleiben wir etwa 45 Minuten. Die monumentale Wandmalerei wurde zwischen 1959 und 1962 von Leovigildo González Morillo, einem Schüler Diego Riveras, auf einem Kalkfelsen im Viñales-Tal geschaffen. Mit rund 120 Metern Höhe und 160 Metern Breite zählt sie zu den größten Kunstwerken ihrer Art weltweit. In zwölf Szenen stellt sie die Evolutionsgeschichte Kubas dar – von Mollusken und Ammoniten bis hin zu einer Höhlenmenschenfamilie. Da die Farben an Leuchtkraft verlieren, muss das Gemälde regelmäßig restauriert werden.
Auf dem Rückweg halten wir an der neuen Adresse meiner einheimischen Freunde. Doch da die Frau schwer krank ist, verzichte ich auf einen Besuch, und wir fahren weiter nach Viñales. Am Ortseingang verlassen wir den Bus und schlendern mit der Kamera durch den sonst so touristisch überfüllten Ort. Heute begegnen wir jedoch nur wenigen Besuchern – dafür entdecken wir unzählige Fotomotive. Besonders die vielen Oldtimer laden erneut zu ausgiebiger Autofotografie ein.
Wir treffen uns zum Mittagessen in einem lokalen Restaurant und kehren anschließend ins Hotel zurück. Nach einer kurzen Siesta fahren wir um 15:30 Uhr erneut ins Zentrum und machen uns zu Fuß auf den Weg hinaus zu den Tabakfeldern. Unterwegs kommen wir an einem Outdoor-Friseurladen und dem Baseballstadion vorbei. Unser Ziel ist die kleine Bar Coco Loco, die jedoch heute geschlossen ist. So treten wir zeitnah den Rückweg an und gehen gemütlich zurück zum Bus, der im Ort auf uns wartet.
Rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind wir wieder im Hotel und können diesen erneut von der Terrasse aus fotografieren. Eine spektakuläre Wolke direkt über dem Hotel macht den Abendhimmel zu einem besonderen Anblick.
30.11.2025 - Las Terrazas - San Diego de los Banos - Vinales
Die Nacht ist erneut von Stromsperren geprägt. Fast bis zum frühen Morgen bleibt der Strom aus. Erst gegen 6:00 Uhr gehen die Lichter wieder an, und ich kann meine Geräte noch ein wenig aufladen. Nach dem gestrigen regenreichen Tag empfängt uns Las Terrazas heute wieder mit Sonnenschein. Die Stimmung wird jedoch durch die Nachricht getrübt, dass unser Guide Manuel einen Todesfall im engen Familienkreis hat. Er bleibt vorerst bei uns, bis kurzfristig eine Vertretung organisiert ist.
Nach dem Frühstück beladen wir den Bus mit unseren Koffern und machen einen Spaziergang durch den kleinen Ort. Es ist Sonntag, und der See vor den Toren der Siedlung zieht Jung und Alt zum Picknick und zu Aktivitäten wie Zip-Line-Fahrten, Ballspielen und Bootstouren an.
Von hier fahren wir zur nahegelegenen alten französischen Kaffeeplantage Buenavista. Von der Anhöhe aus genießen wir einen wunderbaren Blick auf die umliegenden Berge und Täler. Nach den Aufständen in Haiti flüchten viele Franzosen nach Kuba und bauten sich hier eine neue Existenz auf – Spuren davon sind noch heute sichtbar. Die Mitarbeiter sind bereits mit dem Aufstellen von Weihnachtsdekorationen beschäftigt.
Gegen 11:15 Uhr verlassen wir das Biosphärengebiet und fahren zurück zur Autobahn. Am Wochenende sind deutlich mehr Oldtimer unterwegs als in den letzten Tagen. Nach etwa einer Stunde verlassen wir die Autobahn und erreichen rund 20 Minuten später den kleinen Ort San Diego de los Baños – ein Platz, der weitgehend von Touristenströmen verschont bleibt. Wir entdecken ihn vor fast 20 Jahren und kehren bei jeder Kuba-Westen-Reise hierher zurück.
Nach dem Mittagessen im Hotel wollen wir den Ort erkunden. Auf kleinem Raum gibt es viel zu entdecken, doch da heute Sonntag ist, haben Schule, Apotheke und die Tabakblättersortierfabrik geschlossen. Trotzdem finden wir viele schöne Motive. Ein Höhepunkt ist der Besuch bei meinem alten Freund Pedro. Seit über 50 Jahren ist er Zigarrendreher und zeigt meinen Gästen mit Leidenschaft in einem dunklen Raum die Kunst der Zigarrenherstellung. Ich kenne ihn und seine Familie nun seit über 17 Jahren. Mit einigen seiner Zigarren im Gepäck verlassen wir sein Zuhause und treffen uns wieder am Bus zur Weiterfahrt nach Viñales.
Gegen 16:30 Uhr erreichen wir unser Hotel. Es liegt auf einem Hügel und bietet einen großartigen Blick auf die einzigartige Landschaft: die Tabakfelder und die markanten Karsthügel, die sogenannten Mogotes. Für den Sonnenuntergang versammeln wir uns auf der Viewpoint-Terrasse.
Erst gegen 19:00 Uhr wird unser Guide Manuel von einem Taxi seines Unternehmens abgeholt und nach Havanna zurückgebracht. Wir verabschieden uns von ihm, wünschen ihm viel Kraft für die schwere Zeit und hoffen, ihn vor unserem Abflug am 4. Dezember noch einmal in Havanna zu sehen.
29.11.2025 - Santa Clara - Las Terrazas
Gemäss der gestrigen Wettervorhersage sollte der Regen in der Nacht aufhören. Doch wir erwachen zu heftigen Regenschauern. Erst als wir um 08:30 Uhr den Bus für die Abfahrt beladen und zum grössten kubanischen Revolutionsplatz mit dem Che-Guevara-Denkmal fahren, lässt der Regen nach. Auf dem riesigen Platz haben sich grosse Wasserpfützen gebildet, die wir nun für stimmungsvolle Spiegelungen nutzen können.
Da das Che-Mausoleum, das sich hinter dem Denkmal befindet, bei Regen geschlossen bleibt, ist auch heute kein Besuch möglich. Deshalb fahren wir weiter ins Zentrum der Stadt und besuchen den Hauptplatz. Inzwischen setzt leichter Regen ein.
Gegen 11:30 Uhr machen wir uns auf die lange Fahrt (ca. 350 km) in den Westen der Insel. Unsere Mittagspause verbringen wir in der schönen Anlage der Finca Campesina bei Australia, nach rund 130 Kilometern Fahrt. Von dort fahren wir fast zwei Stunden weiter nach Havanna.
Normalerweise würden wir Havanna umfahren und direkt westwärts weiterfahren. Doch aufgrund der Kraftstoffrationierung müssen wir – ziemlich auf dem letzten Tropfen – zum Regierungsdepot fahren, wo wir zum Glück 160 Liter Diesel tanken können. Anschliessend kehren wir auf die Autobahn zurück und benötigen etwa 1,5 Stunden bis zu unserem Hotel im Biosphärenprojekt „Las Terrazas“.
Hier wird seit über 40 Jahren durch konsequente Aufforstung ein ursprünglicher Urwald wiederbelebt. Wir erreichen die Unterkunft noch bei Tageslicht. Die Anlage ist wunderbar, und wir fühlen uns hier sehr wohl und gut aufgehoben.
28.11.2025 - Trinidad - Topes des Collantes - Santa Clara
Heute verlassen wir Trinidad und reisen von der Südküste Kubas ins Landeszentrum.
Da unser Busfahrer ein fest zugeteiltes Dieselkontingent erhalten hat, steuern wir zunächst die entsprechende Tankstelle in Trinidad an. Dort warten wir rund eine Stunde in der Schlange, um
weitere 50 Liter Diesel zu bekommen. Mit dieser Verzögerung im Gepäck geht es anschließend von Meereshöhe hinauf in die Berge zum Topes de Collantes, auf etwa 750 m ü. M.
Dort erwarten uns unsere lokale Reiseführerin und der Fahrer eines rund 50 Jahre alten russischen Militärlastwagens. Nach einer kurzen Einführung steigen wir auf die offene Plattform des Fahrzeugs. Auf den harten Sitzen werden wir während der nächsten halben Stunde kräftig durchgeschüttelt – obwohl die Wege heute deutlich besser sind als 2008 bei meiner ersten Tour.
Am Ausgangspunkt eines Wanderweges im Parque Guanayara angekommen, beginnen wir unsere rund 4 km lange Wanderung durch den ursprünglichen Urwald. Die Reiseführerin erklärt uns kenntnisreich die verschiedenen Bäume und Pflanzen am Wegesrand. Nach etwa einem Drittel der Strecke erreichen wir einen beeindruckenden, über 30 Meter hohen Wasserfall. Das herabstürzende Wasser sammelt sich wenige Hundert Meter weiter in einem smaragdgrünen Naturpool, in dem man sogar baden könnte. Gleich daneben befindet sich eine kleine Bar, in der wir uns mit einem der berühmten Colibrí-Drinks stärken.
Zwischendurch hat es kurz leicht geregnet, doch die Temperaturen sind angenehm und ein sanfter Wind begleitet uns. Nach unserer Pause setzen wir die Wanderung fort. Kurz vor unserem Ziel – dem Restaurant Casa de la Gallega – geraten wir allerdings in einen stärkeren Regenschauer. Beim traditionellen Hühnerschenkel-Menü können wir uns erholen und neue Kräfte sammeln.
Anschließend steigen wir erneut auf den russischen Lastwagen und holpern zurück zur Hauptstraße, wo unser Bus bereits wartet. Doch auch der weitere Weg bis zur nächsten größeren Siedlung, Jibacoa, führt über stark beschädigte Straßen, sodass wir nur mit etwa 30 km/h vorankommen. Der Regen wird immer heftiger, und wegen der Verzögerung durch den Tankstopp bricht nun die Dunkelheit herein. Die vielen Pferdekutschen, Fußgänger, Fahrräder sowie das rasch steigende Wasser auf der Straße machen die Fahrt zusätzlich gefährlich und bremsen uns weiter aus. So erreichen wir unser Hotel etwa eine Stunde später als geplant.
Im Hotel außerhalb von Santa Clara werden wir mit Musik und einem Welcome-Drink empfangen. Nach dem Abendessen falle ich müde von der Wanderung und dem langen Tag ins Bett – morgen steht schließlich die rund 350 km lange Fahrt in den Westen der Insel an.
27.11.2025 - Trinidad - Tal der Zuckermühlen
Heute lassen wir es wieder etwas ruhiger angehen. Wir frühstücken gemütlich, bevor wir uns um 10:00 Uhr auf den Weg ins Tal der Zuckermühlen östlich von Trinidad machen. Einst war diese Region ein Zentrum des Zuckerrohranbaus und der Zuckerproduktion – zeitweise sogar weltweit führend. Über 50 Plantagen waren hier angesiedelt, und die Zuckerbarone zählten zu den reichsten Bürgern der Insel.
Seit vielen Jahren besuchen wir die Familie von Lazaro, die direkt neben einer dieser alten Haciendas lebt. Kennengelernt habe ich die Familie bereits 2008, als ich sie zum ersten Mal besuchen durfte. Wir holen Lazaro und seine Frau im Zentrum von Trinidad ab und fahren gemeinsam weiter ins Tal der Zuckermühlen. Unterwegs legen wir einen kurzen Fotostopp an einem Aussichtspunkt ein, der einen großartigen Blick über das weite Tal bietet.
Von dort sind es nur rund 20 Minuten Fahrt bis zur Hacienda Ingenio Guaimaro. Wir dürfen uns auf dem Gelände frei bewegen und in der liebevoll renovierten Villa fotografieren. Die prunkvollen Räume vermitteln eindrucksvoll, in welchem Luxus die Herrschaften zur Hochblüte des Zuckerbooms lebten.
Nach der Besichtigung treffen wir uns im kleinen, bescheidenen Familienhaus von Lazaro. Er und seine Frau haben für uns einen Snack und Getränke vorbereitet. Dort, wo heute die einfachen Wohnhäuser stehen, befanden sich früher die Unterkünfte der versklavten Menschen, die auf der Plantage arbeiten mussten. Wir genießen die Ruhe in dieser abgelegenen, wunderschönen Gegend, bevor wir unseren Rückweg antreten.
Unterwegs besuchen wir noch die Hacienda Manaca Iznaga. Das 1750 gegründete Anwesen bildet den Mittelpunkt des Tals. 1795 wurde es von Pedro Iznaga erworben, der durch den Sklavenhandel zu einem der reichsten Männer Kubas aufstieg. Neben der Hacienda erhebt sich der 44 Meter hohe Wachturm, von dem aus die versklavten Menschen überwacht wurden. Die Glocke vor dem Haus diente dazu, sie zu rufen. Die Anlage liegt rund 16 Kilometer nordöstlich von Trinidad.
Eigentlich wollten wir – wie sonst üblich – hier unseren Mittagessenstopp einlegen, doch das Restaurant hat heute nichts verfügbar. So begnügen wir uns mit einem Drink und fahren anschließend zurück ins Hotel nach Trinidad.
Während einige Teilnehmer:innen sich später der Bildbearbeitung widmen möchten, mache ich mit dem Rest der Gruppe einen weiteren Fotowalk zur Goldenen Stunde durch die Stadt. Wir erleben erneut viele schöne, spontane Momente. Wir streifen durch die Gassen und erreichen schließlich den Hauptplatz des historischen Trinidad. Als wir uns auf den Rückweg machen, hat bereits die Dämmerung eingesetzt. Der Übergang vom Tag zur Nacht, mit der Mischung aus Tages- und Kunstlicht, sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre – einige dieser Stimmungen können wir noch einfangen.
Gegen 19:00 Uhr machen wir uns schließlich auf den Weg zu einem schönen Privatrestaurant im Zentrum der Stadt, wo wir den Tag ausklingen lassen.
26.11.2025 - Trinidad
Auch in Trinidad verzichten wir auf einen Spaziergang in der Dunkelheit ins Stadtzentrum und lassen den Tag ruhig angehen. Nach dem Frühstück brechen wir jedoch um 10:00 Uhr zu einem Fotowalk in andere Viertel der Stadt auf. Zu dieser Zeit ist es bereits sehr warm, und die Temperatur wird im Laufe des Tages auf 29 °C steigen.
Unser erstes Ziel ist das Che-Relief an der Straße im Osten der Stadt. Von dort gehen wir weiter zum Hauptplatz und anschließend ins Zentrum der Altstadt. Unterwegs entdecken wir zahlreiche spannende Fotomotive. Am Ziel angekommen machen wir eine Mittagspause in einem sehr guten Privatrestaurant.
Während einige den Rückweg zum Hotel per Taxi organisieren, geht der Rest der Gruppe zu Fuß zurück. Nach einer kurzen Pause steht für den Rest des Tages Entspannung auf dem Programm. Der Bus bringt die Gäste zum Strand von Ancón, wo sie sich von den anstrengenden Walks der vergangenen Tage erholen können.
Ich bleibe im Hotel und mache gegen Abend noch einmal einen Ausflug in die Stadt. Die Stimmung während der Goldenen Stunde ist mit den vielen farbenfrohen Häuschen besonders reizvoll.
25.11.2025 - Cienfuegos - Trinidad
Auch heute Morgen treffen wir uns bereits um 06:00 Uhr in der Hotellobby. Gerade in diesem Moment gehen die ersten Straßenlichter an – so müssen wir nicht in völliger Dunkelheit durch die Gassen laufen. Unser Ziel ist der nur wenige Gehminuten entfernte Hauptplatz von Cienfuegos, wo uns schon früh unzählige spannende Fotomotive erwarten. Rasch wird es hell, und wir ziehen weiter in die Seitenstraßen, in denen das tägliche Leben langsam erwacht.
Um 09:30 Uhr beladen wir den Bus mit unserem Gepäck und brechen anschließend zu einem weiteren Fotowalk durch die Stadt auf. Unser erstes Ziel ist der Gemüsemarkt in der Markthalle. Der Anblick stimmt nachdenklich: Nur 3–4 kleine Stände bieten eine begrenzte Auswahl regionaler Produkte an. Von dem geschäftigen Treiben früherer Tage, als die Halle noch voll belegt war, ist heute kaum etwas geblieben.
Auf dem Weg zum Teatro Tomás Terry begegnen wir im Hinterhof einer Gruppe von Schauspielern, die sich gerade auf eine Aufführung vorbereiten. Gemeinsam besuchen wir anschließend das wunderschöne und gut erhaltene Theater. Die Architektur dieses historischen Gebäudes – in dem einst sogar Caruso aufgetreten war – beeindruckt jedes Mal aufs Neue. Die Proben der Schauspieler verleihen der Bühne zusätzlich Farbe und Lebendigkeit.
Um 12:30 Uhr holt uns der Bus am Theater ab. Wir unternehmen eine kurze Rundfahrt auf die Halbinsel Punta Gorda, bevor wir ohne weiteren Stopp nach Trinidad weiterfahren. Am Pool, mit einem weiten Blick bis hinunter zum Meer, legen wir unsere Mittagspause ein.
Bereits um 15:00 Uhr geht es erneut los. Zu Fuß erkunden wir die Altstadt von Trinidad, die als am besten erhaltene Kolonialstadt Kubas gilt. Die kleinen, farbenfrohen Häuser schaffen eine faszinierende Kulisse. Unterwegs erleben wir viele herzliche Begegnungen mit Einheimischen und genießen wunderschöne Lichtstimmungen während der Goldenen Stunde.
Am Hauptplatz mit der alten Kirche beobachten wir Kinder, die mit einem Drachen spielen, und Jungs, die neben der Kirche Fußball spielen. In einer gemütlichen kleinen Bar gönnen wir uns einen Drink, bevor wir über die unebenen historischen Straßen den Rückweg antreten. Auch in der Dämmerung halten wir immer wieder an, um interessante Fotomotive festzuhalten – etwa die Dominospieler im warmen Abendlicht.
Gegen 18:15 Uhr erreichen wir wieder unser Hotel.
24.11.2025 - Havanna - Schweinebucht - Cienfuegos
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Transfers zu unserem nächsten Aufenthaltsort Cienfuegos. Die Strecke umfasst knapp 300 Kilometer. Um 10:00 Uhr beladen wir den Bus und fahren zunächst über die Autobahn nach Osten bis Australia.
Unsere Mittagspause verbringen wir in der kleinen Finca „Fiesta Campesina“, einer idyllischen Oase der Ruhe. Interessant ist, dass Fidel Castro in der örtlichen Zuckerrohrfabrik einst sein Hauptquartier während der Schlacht an der Schweinebucht eingerichtet hatte.
Die Schweinebucht-Invasion fand im April 1961 statt und war ein von den USA unterstützter Angriff kubanischer Exilanten, die die kommunistische Regierung Fidel Castros stürzen wollten. Rund 1.400 Exilkubaner landeten an der Südküste Kubas in der Schweinebucht. Der Plan scheiterte jedoch schnell: Die Invasionstruppen trafen auf unerwartet starken Widerstand der kubanischen Streitkräfte, erhielten keine ausreichende Luftunterstützung und waren schlecht koordiniert. Nach drei Tagen waren die Angreifer besiegt, viele wurden gefangen genommen. Die gescheiterte Operation stärkte Castros Position erheblich und verschlechterte das Verhältnis zwischen den USA und Kuba dauerhaft. (Quelle: ChatGPT)
Nur kurze Zeit später erreichen wir die Schweinebucht, deren karibisch blau-grünes Wasser sofort ins Auge fällt. In Punta Perdiz legen wir einen kurzen Stopp ein und nutzen die Gelegenheit, trotz vieler Tagestouristen, das klare Wasser zu fotografieren. Nach einer weiteren kurzen Fahrt gelangen wir nach Giron, wo sich ein kleines historisches Museum zur Invasion in der Schweinebucht befindet.
Von dort sind es noch gut eine Stunde Fahrt bis Cienfuegos. Gegen 17:15 Uhr erreichen wir schließlich die Stadt.
Cienfuegos, auch „Perle des Südens“ genannt, ist eine elegante Hafenstadt an der Südküste Kubas. Sie wurde 1819 von französischen Siedlern gegründet, was sich bis heute in ihrer französisch geprägten Architektur widerspiegelt. Das historische Stadtzentrum mit seinen breiten Alleen, dem Parque Martí und dem prachtvollen Teatro Tomás Terry gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Cienfuegos ist bekannt für seine maritime Atmosphäre, die hübsche Uferpromenade und das ruhige Viertel Punta Gorda, wo farbenfrohe Villen im Kolonialstil stehen. Die Stadt gilt als eine der gepflegtesten und kulturell interessantesten Orte Kubas. (Quelle: ChatGPT)
Bevor wir zu unserem Hotel fahren, halten wir noch an der Hauptstraße, um das riesige Che-Guevara-Plakat auf einem Hausdach zusammen mit dem lebhaften Treiben auf der Straße festzuhalten – allerdings wollen die Oldtimer nicht recht über die Kreuzung fahren, was die Szene etwas erschwert.
Nach Sonnenuntergang gehen wir zu Fuß zu unserem nahegelegenen Hotel. Nach einer kurzen Pause fahren wir mit dem Bus zu einem sehr schönen Paladar (Privatrestaurant) auf der Halbinsel Punta Gorda.
23.11.2025 - Havanna
Da wir heute weitere Fotowalks durch die Altstadt von Havanna planen, verzichten wir auf einen frühmorgendlichen Ausflug. Nach dem Frühstück geht es auf die Fußgängermeile Obispo, von der wir nach kurzer Zeit auf den Platz bei der Kathedrale abbiegen. Von hier aus durchqueren wir sehr ärmliche Viertel und erreichen nach etwa 1,5 Stunden das Kapitol, wo wir in einer Bar einen erfrischenden Zwischenstopp einlegen.
Anschließend machen wir uns auf den Weg zum Boxclub. Zwar weiß ich, dass sonntags keine Trainings stattfinden, doch wir möchten die Außenmauer des Clubs im schönen Licht mit vorbeigehenden Passanten fotografieren. Weiter geht es zur Straße Neptuno, wo normalerweise die Oldtimer-Taxis ihre Fahrgäste ein- und ausladen. Heute, am Sonntag, ist jedoch wenig Betrieb, sodass wir uns schließlich wieder auf den Rückweg zum Hotel machen. Unterwegs halten wir immer wieder an, um weitere spannende Fotomotive festzuhalten.
Nach einer Pause im Hotel starten wir um 15:00 Uhr erneut. Ziel dieses Walks ist die Uferstraße Malecón. Die Strecke dorthin führt uns rund 4,5 Kilometer durch die Altstadtviertel. Die Straßen sind voller Menschen, überall herrscht reges Treiben, und aus allen Richtungen erklingt kubanische Musik – Motive für Fotos gibt es in Hülle und Fülle.
Einen längeren Zwischenstopp machen wir im Gebäude des Restaurants La Guarida, das durch den kubanischen Spielfilm Erdbeeren und Schokolade aus dem Jahr 1994 berühmt wurde. Besonders eindrucksvoll sind der Eingang mit dem Camilo-Cienfuegos-Wandbild sowie die große Halle im ersten Stock.
Von dort aus geht es weiter in Richtung Malecón. Viele Einheimische, vor allem Paare, verbringen den Abend an der Promenade und genießen den Sonnenuntergang. Von hier aus eröffnet sich uns zudem ein schöner Blick auf das Stadtzentrum und das Kapitol. Mit dem Teleobjektiv können wir Oldtimer vor der Stadtkulisse einfangen.
Bei Einbruch der Dämmerung kehren wir in die Bar des legendären Hotel Nacional ein und genießen bei einem Drink die besondere Atmosphäre. Um 18:45 Uhr bringen uns Taxis zurück zum Hotel. Danach steht nur noch das Abendessen in einem Restaurant mit kubanischer Tanzshow auf dem Programm. Das Essen ist hervorragend, und die Darbietungen der Tänzer begeistern uns ebenfalls.
22.11.2025 - Havanna
Wie in den vergangenen Jahren möchte ich die Gruppe auch heute Morgen zu einem ersten frühmorgendlichen Fotowalk durch die erwachende Stadt mitnehmen. Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie die ersten Menschen auf die Straße treten, die Geschäfte öffnen und das geschäftige Leben langsam seinen Rhythmus findet.
Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage und der in manchen Vierteln durch Stromsperren herrschenden Dunkelheit starten wir dieses Mal später als gewohnt. Um absolut dunkle Gassen mit unserer Fotoausrüstung zu vermeiden, brechen wir erst um 06:00 Uhr auf. Bei etwa 26°C liegt bereits die erste Helligkeit des Tages in der Luft. Die Mischung aus nächtlichem Kunstlicht und dem beginnenden Tageslicht taucht die Stadt in eine besondere, fast magische Stimmung.
Wir schlendern gemütlich in Richtung Kapitol. In einer Mischung aus fotografischer Anleitung und praktischen Übungen entstehen die ersten Straßenaufnahmen und Porträts. Kurz nach Sonnenaufgang erreichen wir das Kapitol, das bereits in warmes Morgenlicht getaucht ist. Obwohl hier normalerweise schon reger Betrieb herrscht, ist es heute ungewöhnlich ruhig – kaum Autos auf den breiten Straßen. Das mag am Wochenende liegen, aber sicherlich auch an der aktuellen wirtschaftlichen Situation.
Von hier aus machen wir uns durch andere Gassen der Altstadt auf den Rückweg. Deutlich fällt auf, wie stark viele Viertel, nur wenige Blocks abseits der touristischen Bereiche, in den letzten drei Jahren vernachlässigt wurden. Viel Schmutz und Abfall liegen auf den Straßen. Gegen 08:30 Uhr erreichen wir das Hotel und genießen ein wohlverdientes Frühstück.
Um 11:00 Uhr holt uns Manuel mit dem Bus ab. Wir fahren zum größten Friedhof Kubas – und dem viertgrößten der Welt. Seit dem 19. Jahrhundert werden auf dem 58 Hektar großen Gelände Menschen beerdigt. Die monumentalen Grabstätten wirken wie eine eigene Stadt. Eine Stunde lang erkunden wir diesen eindrucksvollen Ort und versuchen, seine besondere Atmosphäre fotografisch einzufangen. Neben dem berühmten Buena-Vista-Social-Club-Musiker Ibrahim Ferrer liegen hier viele weitere Persönlichkeiten begraben.
Nach einer kurzen Mittagssiesta im Hotel brechen wir um 15:00 Uhr erneut auf und besuchen das Sozialprojekt in der Hamel-Gasse. In den 1980er Jahren motivierte der Künstler Salvador González die Bewohner, sich künstlerisch und gemeinschaftlich zu engagieren. So wurde die inzwischen weit bekannte Gasse mit Symbolen der afro-kubanischen Traditionen und Religionen bemalt und verschönert.
Am Ende der Gasse tauchen wir in den ganz normalen kubanischen Alltag ein: kleine Verkaufsstände, Autoreparaturen am Straßenrand, Männer beim Domino-Spiel, Friseure, Straßenleben pur – ein Paradies für Fotografen.
Die vielen Eindrücke und die permanente fotografische Aufmerksamkeit fordern jedoch ihren Tribut. Gegen 17:30 Uhr kehren wir zufrieden, aber etwas erschöpft ins Hotel zurück.
21.11.2025 - Havanna
Der Jetlag lässt mich in der Nacht immer wieder aufwachen – ein glücklicher Zufall, denn so kann ich bereits früh am Morgen den wunderschönen Plaza San Francisco direkt vor unserem Hotel in der blauen Stunde vom Balkon aus fotografieren. Gegen 06:30 Uhr sind schon einige von uns mit der Kamera unterwegs. In der unmittelbaren Umgebung des Hotels fangen wir das Erwachen der Stadt ein. Nach meinem Eindruck sind heute deutlich weniger Menschen so früh auf den Straßen als in früheren Jahren.
Nach dem Frühstück treffen wir uns auf der Dachterrasse des Hotels, wo ich eine kurze Einführungspräsentation zur Fotoreise gebe. Danach folgt bereits ein erstes Highlight: Wir besuchen eine Ballettschule in der Altstadt Havannas. Dank einer besonderen Genehmigung dürfen wir in dem wunderschönen historischen Gebäude Jungen und Mädchen beim Training fotografieren. Über eine Stunde verbringen wir dort – und wir könnten problemlos noch viel länger bleiben.
Zum Mittag bringt uns der Bus zurück ins Hotel. Um 14:00 Uhr holen uns drei Oldtimer ganz in der Nähe ab und nehmen uns mit auf eine spannende, rund zweistündige Fahrt durch viele Ecken Havannas. So gewinnen wir einen besonderen Eindruck der unterschiedlichen Viertel – aus einer Perspektive, die man sonst nicht so leicht bekommt.
Zurück im Hotel holen wir unsere Stative und fahren anschließend mit dem Bus zu einer der ältesten Festungen Kubas aus dem Jahr 1589. Von diesem erhöhten Standort aus warten wir auf den Sonnenuntergang und die Blaue Stunde. Wir erleben einen wunderschönen Abschied des Tages. Mit Einbruch der Dunkelheit fahren wir zu einem stimmungsvollen Restaurant am Fuß der Befestigungsanlage, direkt an der Bucht von Havanna.
20.11.2025 - Anreise
Heute startet meine mittlerweile rund zwanzigste Fotoreise nach Kuba – und zugleich die erste, die ich für Amazing Views durchführen darf. Einige Teilnehmer sind bereits seit ein paar Tagen in Havanna, der Rest der Gruppe reist heute von verschiedenen Flughäfen nach Madrid. Dort treffen wir uns am Gate des Air-Europa-Nonstopflugs nach Havanna.
Der Weiterflug dauert etwas mehr als neun Stunden und verläuft ausgesprochen ruhig. Wir landen sogar über dreißig Minuten vor der geplanten Ankunftszeit. Zu unserer Überraschung geht sowohl die Pass- und Visumskontrolle als auch die Gepäckausgabe äußerst effizient und schnell. Schon nach kurzer Zeit stehen wir draußen vor dem Terminal, wo uns unser lokaler Reiseleiter Manuel erwartet. Er begleitet mich bereits seit vielen Jahren auf meinen Fototouren.
Nach einer etwa 30-minütigen Fahrt erreichen wir das historische Zentrum Havannas und checken in unserem wunderschönen Hotel an der Plaza San Francisco ein. Bei einem Drink auf der Rooftop-Bar des Hauses lernen wir uns in entspannter Atmosphäre besser kennen und lassen den ersten Tag gemütlich ausklingen.
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